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Parodontitis

Deine Nahrungsmittel seien deine Heilmittel.
(Hippokrates, griechischer Arzt)

70% aller Menschen über 40 Jahre leiden in Deutschland an einer Parodontitis. So bezeichnet man den fortschreitenden entzündlichen Abbau des Zahnhalteapparates bis hin zu Zahnlockerung und Zahnverlust.

Zunächst beginnt es meist harmlos: Das Zahnfleisch wird rötlich, schmerzt immer mal wieder, blutet beim Kontakt mit Zahnseide oder beim kraftvollen Biss in den Apfel. Unbehandelt kann die Entzündung chronisch werden und sich in die tieferen Schichten des Zahnhalteapparates fortsetzen. So wird aus der eher oberflächlichen Zahnfleischentzündung (Gingivitis) eine Parodontitis. Während eine einfache Zahnfleischentzündung komplett ausheilen kann, ist dies bei einer Parodontitis nicht mehr möglich. Dann geht es nur noch darum, die Entzündung zu reduzieren und ein Fortschreiten der Parodontitis bis hin zum Zahnverlust zu verhindern. Umso wichtiger ist es, eine Zahnfleischentzündung schon im Frühstadium effektiv zu behandeln, damit es erst gar nicht zur Parodontitis kommt.

Zahnfleischentzündung - Parodontitis

Ursachen und Hintergründe der Parodontitis

Eine wichtige Rolle spielt bei der Parodontitis das Milieu im Mund. So fördern beispielsweise bestimmte Bakterien diese Erkrankung. Das Parodontitis-Risiko steigt u.a. durch

  • Rauchen
  • unzureichende Zahnhygiene
  • Diabetes
  • übermäßigen Alkoholkonsum
  • Nährstoffmangel (z.B. Vitamin C)
  • Stress
  • hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Wechseljahre)
  • eine schwache Abwehr
  • Zahnmetalle.

Amalgam belastet das Zahnfleisch

Amalgamfüllungen bestehen etwa zur Hälfte aus hochgiftigem Quecksilber. Doch leider verbleibt dieses nicht in den Füllungen. Durch Kauen, Abrieb beim Zähneputzen und Zähneknirschen, Kontakt mit sauren Lebensmitteln, heißen Speisen und Getränken usw. gelangt permanent Quecksilber aus den Amalgamfüllungen in den Speichel. Das gilt ganz besonders dann, wenn im Mund verschiedene Metalle vorhanden sind. Liegt eine Amalgamfüllung z.B. in der Nähe einer Goldkrone, so bilden die beiden Metalle gemeinsam mit dem Speichel ein galvanisches Element ("Mundbatterie"). In diesem fließt der Strom vom unedleren zum edleren Metall. Mit diesem Strom lösen sich Quecksilberionen aus dem unedleren Amalgam und wandern in Richtung Gold.

Das so gelöste Quecksilber wirkt natürlich auch auf die Mundschleimhaut. Es schwächt die lokale Abwehr und verschlechtert die Regenerationsfähigkeit der Zellen von Mundschleimhaut und Zahnhalteapparat. Auf diese Weise erschwert Amalgam das Abheilen einer Zahnfleischentzündung und leistet der Parodontitis weiter Vorschub.

Doch das ist nicht alles. Mit dem Speichel gelangen auch Quecksilberionen in den Darm und treiben dann dort ihr Unwesen. Sie stören die natürliche Darmflora und befördern Entzündungen der Darmschleimhaut. In dem veränderten Darmmilieu kann die Nahrung schlechter verdaut werden, es werden weniger Nährstoffe aufgenommen, die ihrerseits für die Heilung der Parodontitis benötigt würden.

Zahn mit Amalgamfüllung
Zahn mit Amalgamfüllung

 

Da Amalgamfüllungen auf verschiedene Weise das Zahnfleisch belasten, raten wir unseren Parodontitis-Patienten in der Regel zu einer Amalgamsanierung mit anschließender Ausleitung.

Was tun gegen Parodontitis?

Neben einer guten häuslichen Mundhygiene sind professionelle Zahnreinigung und eine gesunde Ernährung besonders wichtig, wenn man die Krankheit aufhalten will.

Da in vielen Studien bei betroffenen Patienten ein Mangel an Vitamin D, Calcium und Antioxidantien nachgewiesen wurde, empfehlen wir u.a. eine Substitution der fehlenden Nährstoffe.

Die Behandlung der Parodontitis beinhaltet bei uns eine umfassende Diagnostik, wenn gewünscht auch mittels Applied Kinesiology, eine Beratung zur häuslichen Mundhygiene, eine Ernährungsberatung und Empfehlungen zur Substitution fehlender Vitalstoffe.

Eine individuelle professionelle Prophylaxe ist der erste Schritt der zahnärztlichen Therapie und die Wiederholung alle 3-6 Monate, die Voraussetzung für den langfristigen Erfolg der Zahnfleischbehandlung.
Die Herstellung guter hygienischer Voraussetzungen und die konservative Reinigung aller Wurzeloberflächen erfolgt in einer gesonderten Behandlung.
Wir unterstützen Sie beim Erhalt des Therapieerfolges durch regelmäßigen Recall, umfassende Beratung und wenn Sie mögen, mit einer Akupunktur zur Raucherentwöhnung.

Die wichtigsten Fragen unserer Patienten zu Zahnfleischentzündung / Parodontitis:

Hat meine Parodontitis etwas mit meiner Ernährung zu tun?

In einer Studie der Universität Leipzig wurde ganz klar ein Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung und Parodontitis gefunden. Menschen die mehr Obst und Gemüse essen, haben seltener und weniger schwere Zahnfleischentzündungen.