seitenkopf

Willkommen Kinder!

"Manche Kinder haben einen so klaren Geist, dass sie unsere Seele beflügeln."
(Irina Rauthmann)

Behandlungsraum Praxis Dr. Sachse

Kinder sind bei uns herzlich willkommen! 3 Mütter von insgesamt 6 Kindern haben viel Einfühlungsvermögen für unsere kleinen Patienten.

Der erste Besuch ist dem Kennenlernen reserviert !
Wir behandeln also in dieser Sitzung nur im Notfall! Kommen Sie deshalb mit Ihrem Kind ab dem
2. Geburtstag regelmäßig zu uns damit wir Vertrauen aufbauen können – lange bevor eine Behandlung ansteht!

Wie können Sie Ihr Kind bei dem Zahnarztbesuch unterstützen?

Sie können Ihrem Kind den Zahnarztbesuch wesentlich erleichtern, wenn Sie vor der Behandlung die folgenden Tipps beachten.

Tipps für Eltern:

  1. Streichen Sie die Belohnungsgeschenke
    (Der Stress beim Zahnarzt ist schon groß genug. Wenn sich Ihr Kind noch etwas verdienen muss oder soll, gerät es nur zusätzlich unter Druck.)
  2. Vermeiden Sie Verneinungen!
    Wenn Sie Ihrem Kind sagen:
    "Das tut nicht weh!", "Du wirst gar nichts spüren!", versteht Ihr Kind aber "Es tut weh",
    "Ich werde etwas spüren"!
    "Fürchte Dich nicht! "  ->  "Fürchte Dich!"
    Das Unterbewusstsein kennt keine Verneinung!
  3. Negativerzählungen über Zahnarztbesuche von anderen zu Hause mit Ihrem Kind besprechen.
  4. Sie als Eltern sollten sich selbst nur positiv über ihre Zahnarzterfahrungen äußern! Fehlen ihnen positive Erfahrungen, sollten Sie lieber nichts sagen.
  5. Sprechen Sie nicht zuviel über Behandlungsvorgänge, da Sie Ihrem Kind damit unnötige Angst einflößen. Wir erklären Ihrem Kind alles!
  6. Haben Sie bitte Verständnis, dass wir wirklich nur eine Begleitperson mit dem Kind in den Behandlungsraum lassen.
  7. Bitte überlassen Sie uns die Führung Ihres Kindes und befolgen Sie unsere Anweisungen – auch wenn es Ihnen zu diesem Moment schwer fällt oder es Ihnen unverständlich ist. Nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Zahnarzt ist eine erfolgversprechende und angenehme Behandlung möglich.
Ihr Kind beim Zahnarzt - Tipps für die Eltern
Tipps für die Eltern - Ihr Kind beim Zahnarzt


Die wichtigsten Fragen unserer Patienten

Was kann ich tun, damit mein Kind keine Karies bekommt?

In vielen Studien ist ganz klar belegt: ohne Industriezucker keine Karies! Damit Karies entsteht, muss der Zucker häufig und über längere Zeit einwirken. Im Umkehrschluss heißt das: Die Ernährung hat den größten Einfluss auf die Zahngesundheit!

Ein paar Tipps, was Eltern tun können:

  1. Lassen Sie Ihr Kind von Anfang an nur stilles Wasser trinken. Wasser ist das beste Getränk für Körper und Zähne. Als Baby daran gewöhnt, trinkt ihr Kind ein Leben lang gern Wasser.
  2. Stillen Sie so lange wie möglich. Die Muttermilch ist die beste Grundlage für eine gute Gesundheit – ein Leben lang.
  3. Achtung Saugerflaschenkaries! Begrenzen Sie die Trinkzeit. Geben sie Ihrem Baby keine Flasche unbeaufsichtigt zur freien Verfügung in die Hand. Lassen Sie auch beim Stillen kein andauerndes Trostnuckeln in der Nacht zu.
  4. Geben Sie Ihrem Kind so spät wie möglich mit Industriezucker gesüßte Nahrungsmittel! Sie prägen den Geschmack Ihres Kindes in den ersten Jahren. Schenken Sie Ihrem Kind Lust auf gesunde Ernährung, indem Sie die ersten Jahre mit Ihrem Kind ausschließlich sehr gesund essen. Erziehung ist Vorbild! In der Gegenwart des Kindes nur zahngesund essen und trinken!
  5. Hat Ihr Kind einmal die Lust auf süß entdeckt, dann achten Sie darauf, dass es so selten wie möglich , am besten nach einer Mahlzeit Süßes isst, das auch zuckerhaltige Getränke nur zu einer Mahlzeit gereicht werden. Auch in dieser Phase gilt: Erziehung ist Vorbild und Süßigkeiten sind unsichtbar aufzubewahren. Ihr Kind sollte keinen eigenen Zugang zu Süßigkeiten haben. Sie legen Zeitpunkt und Menge fest.
  6. Süßigkeiten sind keine natürlichen Nahrungsmittel. Ihr Kind kann sich daran also nicht satt essen. Das heißt die Lust auf süß wird immer größer, je mehr Ihr Kind davon isst und je mehr der Darm durch Pilze geschädigt wird. Hat Ihr Kind Heißhungerattacken auf süß, so ist von einer Pilzbesiedelung auszugehen und Sie können Ihrem Kind mit einer Darmsanierung helfen.
  7. 2-mal täglich Zähneputzen, einmal davon mit Zahnseide ist selbstverständlich. Ihr Kind braucht sehr lange (je nach feinmotorischer Entwicklung bis zur 5. Klasse) Hilfe bei der Zahnpflege!

Ab welchem Alter sollte ich mein Kind beim Zahnarzt vorstellen?

Bei den ersten Zahnarztbesuchen unserer kleinen Patienten geht es um Vertrauensgewinn und um die Gewöhnung an Menschen und Räume. Dies sollte lange vor der ersten richtigen Kariesbehandlung beginnen. Deshalb empfehlen wir, Kinder ab 2 Jahren alle 6 Monate bei uns vorzustellen.

Was kann ich tun, damit mein Kind ein „guter Patient“ wird?

Gehen Sie mit Ihrem Kind zeitig und regelmäßig zum Zahnarzt. Lassen Sie Ihr Kind seine eigenen Erfahrungen machen! Erzählen Sie möglichst wenig von Ihren Erlebnissen beim Zahnarzt! – Je mehr Angst Sie selbst haben, desto wichtiger ist dieser Punkt. Ihr Kind spürt Ihre Gefühle beim Erzählen.

Gestalten Sie das Zähneputzen zu Hause lustig (mit kleinen Geschichten) und konsequent! Verlangen Sie von Ihrem Kind, dass es sich immer die Zähne putzen lässt, wenn Sie das festlegen! So ist das Kind gewohnt, auf Kommando den Mund zu öffnen und weiß, dass keine Tricks helfen, um dem zu entgehen.

Sorgen Sie durch gesunde und zuckerarme Ernährung für gesunde Zähne bei Ihren Kindern – je später eine Behandlung ansteht, umso besser ist das für die Behandlungsbereitschaft Ihres Kindes.

Mein Kind braucht eine Zahnspange. Was sollte ich dabei beachten und was kann ich tun, um seine Zähne (insb. vor Karies) zu schützen?

Gerade feste Zahnspangen sind eine Herausforderung für die Zahnhygiene. Bei einem kariesaktiven Gebiss, d.h. bei Kindern, die aufgrund von Karies bereits mehrere Füllungen haben, wäre daher eine lose Zahnspange zu bevorzugen. Allerdings gibt es durchaus Zahnfehlstellungen, die ohne feste Zahnspange nicht zu beheben sind.

Eltern sollten wissen, dass Kinder selbst im Alter von 12 Jahren, feinmotorisch noch nicht so ausgereift sind, dass sie die Zähne so gründlich reinigen können, wie dies bei einer festen Zahnspange nötig ist. Daher sollten Eltern auch bei 12-Jährigen mit fester Zahnspange morgens und abends je 15 Minuten die Zähne putzen! Spezielle Bracketzahnbürsten helfen, die festsitzende Spange sauber zu halten. Darüber hinaus können Sie Zahnzwischenraumbürsten und eine elektrische Zahnbürste verwenden. Der Aufwand lohnt, denn mit gründlicher Zahnreinigung lässt sich die Zeit mit fester Zahnspange auch ohne kariöse Defekte erfolgreich meistern.

Da der Kiefer aus ganzheitlicher Sicht mit großen Teilen unseres Bewegungsapparates in Wechselwirkung steht, empfehle ich meinen Patienten in Radeburg bei Dresden während der kieferorthopädischen Behandlung in größeren Abständen einen Osteopathen aufzusuchen.

Wie kann ich vorbeugen, damit mein Kind später keine Zahnspange benötigt?

Bei der Vorbeugung von Zahnfehlstellungen denken die meisten Patienten ans Nuckeln. Tatsächlich kann übermäßig langes Nuckeln Zahnfehlstellungen begünstigen. Ideal wäre es, wenn nuckelnde Kinder diese Angewohnheit bis zum zweiten Geburtstag ablegen würden. Spätestens mit dem Schuleintritt und den ersten bleibenden Zähnen, sollte endgültig Abschied von Nuckel oder Daumen genommen werden. Wenn der Nuckel rechtzeitig wegfällt, kann sich der Kiefer durchaus wieder in seine korrekte Form umbilden. Bei Kindern, denen der Verzicht auf Nuckel oder Daumen schwer fällt, empfehle ich nach den Gründen des Kindes fürs Nuckeln zu suchen.

„Soll ich meinem Kind den Schnuller geben oder es lieber am Daumen nuckeln lassen?“, fragen viele verunsicherte Eltern. Aus kinderzahnärztlicher Sicht fällt die Antwort eindeutig zugunsten des Schnullers aus. Er ist weicher als der Daumen und wurde sogar von Zahnärzten entwickelt.

Ein weiterer Grund für Fehlformungen des Kiefers können Spannungen im Gesichtsschädel sein, die sich während Schwangerschaft und Geburt aufgebaut haben. Osteopathie nach der Geburt kann helfen, den Gesichtsschädel zu entspannen, so dass sich der Kiefer gesund weiterentwickeln kann. Auch nach Stürzen kann es sinnvoll sein, hin und wieder zum Osteopathen zu gehen, um Spannungen herauszunehmen.

Unterschätzt wird dagegen allgemein die Bedeutung einer gesunden Ernährung für Zähne und Kiefer. Und die beginnt schon in der Schwangerschaft! Schließlich benötigt unser Körper für ein gesundes Knochenwachstum zahlreiche Nährstoffe von Vitamin D bis Calcium. Gerne berät Sie unsere Mitarbeiterin Frau Gebauer zum Thema zahngesunde Ernährung für Mutter und Kind. Sprechen Sie uns an!

Mein Kind hat weiße Flecken an den Zähnen. Ist das gefährlich? Was kann ich ggf. dagegen tun?

Hinter weißen Flecken auf den Zähnen kann eine Schmelzbildungsstörung stecken. Sie kann z.B. Folge bestimmter Antibiotika (Tetrazykline) oder übermäßiger Versorgung mit Fluor (Fluorose) sein. Auch durch Kunststoffe können solche Schmelzbildungsstörungen verursacht werden. Ist die Mutter in der Schwangerschaft entsprechend belastet, treten die Schmelzbildungsstörungen vor allem an den 1er- (mittlere Schneidezähne) und 6er-Zähnen (erste Mahlzähne, Molare) auf, die schon in der Schwangerschaft angelegt werden.

An den weißen Stellen sind die Zähne weniger fest und robust und damit anfälliger für Karies. Daher sollten solche Zähne besonders gründlich geputzt und gepflegt werden. Ansonsten müssen sie zunächst einmal nicht besonders behandelt werden. Wird später aus ästhetischen Gründen eine Behandlung gewünscht, kommen Veneers in Frage.

Ab welchem Alter ist eine elektrische Zahnbürste sinnvoll?

Als Kinderzahnärztin in Radeburg bei Dresden werde ich immer wieder von Eltern gefragt, ob ihre Kinder lieber per Hand oder elektrisch putzen sollten.

Zähneputzen erfordert eine sehr gute Feinmotorik. Gerade bei Kindern, die ihre Zähne alleine putzen wollen oder sollen, empfehle ich daher gern die elektrische Zahnbürste. Schon für Kinder ab zwei Jahren gibt es schicke bunte Modelle, mit denen das Zähneputzen den Kleinen gleich viel mehr Spaß macht.

Soll ich meinem Kind Fluor geben oder eine fluoridhaltige Zahncreme einsetzen?

Kinder unter 6 Jahren sollten keine fluoridhaltigen Zahncremes benutzen, weil sie häufig Teile der Zahncreme verschlucken. Dadurch kann es dann zu einer Fluorüberversorgung kommen, die z.B. zu Mineralisierungsstörungen an den Zähnen führen kann (Fluorose, weiße Flecken an den Zähnen).

Abhängig vom Gebisszustand – insbesondere bei hoher Kariesanfälligkeit – kann im Einzelfall zu einem späteren Zeitpunkt der Einsatz von Fluor sinnvoll sein. In diesem Fall sollte das Fluor allerdings vom Zahnarzt lokal und hochdosiert auf den Zahn aufgebracht werden (sog. Fluoridierung). Dies ist nachgewiesenermaßen die wirksamste Form, in der Fluor gegen Karies zum Einsatz kommen kann.

Was ist eine Fissurenversiegelung und wann ist sie sinnvoll?

Bei einer Fissurenversiegelung werden tiefere Einbuchtungen in der Zahnoberfläche (Fissuren) der Molaren (Mahlzähne) mit einer dünnen Kunststoffschicht versiegelt, um die Oberfläche vor Bakterien zu schützen. Sinnvoll ist eine solche Fissurenversiegelung bei tiefen Fissuren, die schwer zu reinigen sind und in denen sich daher leichter Karies entwickeln kann.

Üblicherweise wird die Fissurenversiegelung bei Kindern ab 6 Jahren angewendet, wenn die bleibenden Backenzähne durchbrechen.

Damit sich keine Karies unter der Versiegelung entwickelt, muss die zu behandelnde Stelle zunächst sorgfältig auf Karies überprüft und gründlich gesäubert werden. Nach dem Trocknen der Oberfläche wird ein weißlicher Kunststoff auf die Zahnoberfläche aufgebracht. Beim Auftragen selbst schmeckt die Lösung etwas säuerlich. Ist der Kunststoff erst einmal ausgehärtet, ist die Versiegelung geschmacksneutral.

Da die Fissurenversiegelung einem gewissen Abrieb unterliegt, sollte sie regelmäßig vom Kinderzahnarzt kontrolliert und bei Bedarf erneuert werden. Erfahrungsgemäß muss die Versiegelung nach ein bis drei Jahren erneuert werden.

Aus zahnärztlicher Sicht ist eine Fissurenversiegelung bei tiefen Fissuren absolut sinnvoll, weil sie die Kariesanfälligkeit nachweislich senkt.
Nachteil der Fissurenversiegelung ist, dass ein Kunststoff in den Körper eingebracht wird.

Wie kann ich mein Kind bei Zahnungsbeschwerden unterstützen?

Echte Zahnungsbeschwerden sind weitaus seltener, als man denkt. Meist sind es erst die Weisheitszähne, die wirkliche Beschwerden verursachen.

Wenn Kinder während des Zahnens Probleme haben, ist in der Regel nicht das Zahnen der Auslöser. Oft haben die Kinder einfach einen Infekt. Infekte und Zahnen treten nämlich nicht zufällig gehäuft gemeinsam auf. Das bei Infekten auftretende Fieber kurbelt den Stoffwechsel an und beschleunigt so den Durchbruch der Zähne.

Bei echten Zahnungsbeschwerden unterstützen wir unsere kleinen Patienten gern mit dem homöopathischen Komplexmittel Osanit.

Wann sollte ich bei meinem Kind mit der Zahnpflege beginnen?

Zahnpflege beginnt mit dem ersten Zahn. Wenn dieser in Babys Mund hervorblitzt, sollten Sie ihn sanft mit einem Taschentuch säubern. Killern und Kitzeln Sie Ihr Baby dabei am Bauch – so können Sie schon früh die Freude am Zähneputzen wecken.

Auch eine Babyzahnbürste ist zur Pflege der ersten Zähnchen geeignet.
Die eigentliche Zahnpflege beginnt etwa mit einem Jahr. Das Milchgebiss ist noch recht pflegefreundlich und von Haus aus sauberer als das Erwachsenengebiss. Bei einer gesunden Ernährung und regelmäßiger Pflege, kann es gut sauber gehalten werden.

Wenn Ihr Kind die Zahnbürste mit einem Jahr selber halten kann, darf es schon selber putzen. Klar sein sollte aber auch: Die Eltern putzen IMMER nach. Wenn Sie hier keinerlei Diskussion zulassen, wird sich Ihr Kind – abgesehen von kleinen Revolten in der Trotzphase – leicht in dieses Ritual einfinden.

Wichtig ist auch: Lassen Sie das Zähneputzen nicht zum Machtkampf werden. Gestalten Sie das Zähneputzen fröhlich, so dass Ihr Kind mit Freude bei der Sache ist.

Warum ist es so wichtig, dass schon die Milchzähne gesund bleiben, wenn sie doch eh später ausfallen?

Als Kinderzahnarzt in Dresden bekomme ich immer wieder mit, dass die Bedeutung der Milchzähne unterschätzt wird. Dabei erfüllen sie viele wichtige Aufgaben:

  • Nur mit gesunden Milchzähnen kann Ihr Kind gut kauen und damit die Nahrung für die weitere Verdauung vorbereiten. Gründliches Kauen beugt Verdauungsproblemen vor und ermöglicht, die Nährstoffe optimal zu verwerten.
  • Milchzähne spielen eine wichtige Rolle beim Sprechen Lernen.
  • Ein gut stehender, gesunder Milchzahn gibt wichtige Impulse für die Entwicklung der Kieferknochen und damit unseres späteren Gebisses.
  • Über die Aktivierung des Knochenwachstums beeinflussen die Milchzähne die Ausformung unseres Gesichtsschädels und prägen damit wesentlich unser Aussehen. Wie stark dieser Effekt ist, lässt sich ahnen, wenn man weiß, dass bereits eine Mundatmung (statt Nasenatmung) zu einer schwächeren Entwicklung des Mittelgesichtes führt.
  • Milchzähne dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne.
  • Ein erkrankter Milchzahn kann andere Zähne anstecken.
  • Wenn Bakterien von einem verfaulten, abgestorbenen Milchzahn bis in den Knochen vordringen, stirbt der dort angelegte Zahnkeim ab. An dieser Stelle wird dann nie wieder ein Zahn kommen.
  • Je gesünder die Milchzähne sind, umso weniger Angst vorm Zahnarzt wird Ihr Kind entwickeln. Man weiß, dass Zahnarztphobien meist im Kindergartenalter entstehen, wenn das Kind mit der Behandlungssituation beim Zahnarzt nicht richtig umgehen kann.

Das Fazit kann also nur lauten: Je später das erste Loch kommt, umso besser! Es lohnt sich daher, von Anfang an auf eine sorgfältige und freudvolle Zahnpflege zu achten.

Kann ich mein Kind mit Karies anstecken?

Grundsätzlich: Ja. Kariesbakterien sind übertragbar. Somit können Sie Ihr Kind auch mit Karies anstecken. Sie sollten aber auch wissen, dass quasi jeder von uns Kariesbakterien (Streptococcus mutans) in sich trägt. So gesehen ist es illusorisch, ein Kind auf Dauer davor schützen zu wollen. Herzen und küssen Sie Ihr Kind also ohne Sorge. Die Liebe, die es dadurch erhält, ist viel wichtiger.

Entscheidend dafür, ob Ihr Kind Karies bekommt, ist die Frage, wie viele Kariesbakterien es hat. In einem gesunden Milieu können Kariesbakterien gut in Schach gehalten werden und sich schlecht vermehren. Eine Stärkung des Milieus z.B. über eine gesunde Ernährung ist demnach die Basis für ein Leben ohne Karies.

Wie sieht eine zahngesunde Ernährung aus?

Bei gesunder Ernährung für die Zähne denken die meisten Menschen erstmal an die Vermeidung von Zucker und Süßigkeiten, da diese den Kariesbakterien das Leben versüßen. Tatsächlich kann man aber mit einer gesunden Ernährung sehr viel mehr für seine Zähne tun.

So spielt der Speichel beim Erhalt gesunder Zähne eine wichtige Rolle. Während Säuren den Zahnschmelz angreifen können, sorgt unser Speichel für ein basisches und damit zahnschonendes Milieu in unserem Mund. Zudem enthält er zahlreiche Mineralien, die unsere Zähne umspülen und zum Teil remineralisieren können. Um Zähne und Zahnfleisch gesund zu erhalten, benötigen wir zudem ein intaktes Immunsystem. Dieses zu stärken, ist daher Ziel jedes ganzheitlichen Zahnarztes. Ein wichtiger Baustein hierbei ist die Ernährung.

  • Gesunde Ernährung beginnt mit dem Stillen. Über die Muttermilch erhält das Baby alle wichtigen Nährstoffe und wird in seiner Immunabwehr unterstützt.
  • Gute Nährstofflieferanten sind Obst und Gemüse. Die meisten Kinder sind von Haus aus Obstesser. Lassen Sie Ihre Kinder möglichst viel rohes Obst und Gemüse essen. Das kräftigt nebenbei den Kauapparat. Weniger empfehlenswert sind Obstsäfte – außer sie sind frisch gepresst. Fertigen Fruchtsäften ist häufig Zitronensäure zugesetzt, welche die Zähne angreift.
  • Süßigkeiten sollten so wenig wie möglich verzehrt werden. Auch Zucker und Weißmehl sollten möglichst sparsam zum Einsatz kommen. Gleiches gilt für Honig und Agavendicksaft.
  • Süßigkeiten mit Zuckerersatzstoffen (außer vielleicht Stevia) sind keine gute Alternative. Sie mögen zwar unsere Zähne vor Zucker bewahren, belasten aber den gesamten Organismus mit ungesunden Stoffen wie Aspartam.
  • Zähne mögen es gerne basisch. Daher sollten Sie nach jedem Essen von Saurem den Mund mit Wasser ausspülen und ½ h bis zum Zähneputzen warten.